Do It Yourself

Funkanlagen selbst bauen dürfen - das unterscheidet Funkamateure von Nutzern anderen Funkdienste. Früher ging das gar nicht anders. Da gab es für Funkamateure keine fertigen Geräte. Heute werden elektronische Bauteile immer kleiner und komplexer. Das setzt dem Selbstbau Grenzen. Gleichzeitig sind fertige Baugruppen für wenig Geld zum Basteln erhältlich. Das macht den Selbstbau wieder attraktiv. Bausätze für QRP-Transceiver und die Konstruktion von Messgeräten und Antennen sind beliebt. Vor allem dann, wenn sie gemeinsam und mit Freunden gebaut werden. - Selbstbau steht auch bei uns Funkamateuren im Vordergrund. Wir lassen uns gern mal in die Werkstatt gucken:

 

Funken in der Dreißiger-Zone

Schnelle Flitzer kosten ein Vermögen. Und manchmal brauchts wirklich wenig, um viel Spaß zu haben. Zum Beispiel: drahtlos funken mit einem Stückchen Draht. Einmal Morsetaste sein. Das ist das Beste, was einer Büroklammer im Leben passieren kann. Klein, leicht, preiswert. Klar haben wir auch Boliden aus Italien in der Morsegarage. Aber zum Brötchenholen brauchen wir sie nicht. In der Dreißiger-Zone (bis 30 WpM) fahren wir gut mit der Büroklammer.  Video: https://youtu.be/v1aqLV5ei6w

Dipol mit Hühnerleiter

In diesen Tagen funkt man am besten nachts. Solange die Sonne hoch steht, ist die Dämpfung erheblich. Bei diesen miesen Bedingungen lohnt es sich, mal die Antenne zu checken und zu überarbeiten.

Jede Antenne strahlt. Manche besser. Probiere alles und behalte das Beste. Das sind Kernsätze für den Antennenbau. Zu den einfachen Antennen gehört der Dipol. Und der ist richtig gut, wenn man zwei Grundsätze beachtet: λ/2 lang und möglichst λ/2 hoch. Speist man ihn in der Mitte, erwischt man 50 Ohm, kann ein Coaxkabel nehmen und steckt das untere Ende einfach in den Transceiver-Ausgang. Das geht aber nur auf einer Frequenz gut. Mit einer Hühnerleiter verwandelt man seinen Dipol in eine echte Mulitband-Antenne. Zudem ist die Speisung nahezu verlustfrei und die Längen lassen sich passend variieren. Nur symmetrisch sollte das Gebilde sein. Dipole mit Hühnerleiter sind gut. Auch wenn sie kurz sind und nicht ganz so hoch hängen. Darüber nachdenken lohnt sich.  Mehr_>> 

 

Bazooka

Nein, schießen wollen wir nicht. Bazooka ist eine besondere Antennenform. Sie empfängt nur wenig Umgebungs-Rauschen. Das macht sie so attraktiv in diesen Zeiten. Sie wird auch Koaxialantenne genannt, weil sie aus Koaxialkabel ist. Wer noch Koax-Reste rumliegen hat und weiß, auf welcher Seite man den Lötkolben anfasst, der kann sich die Antenne basteln. Die Bauweise ist simpel, man braucht kaum Werkzeug. Der Materialpreis liegt unter 20 EUR. Gegenüber dem Dipol hat die Bazooka eine höhere Bandbreite, ist unkritischer gegenüber Gelände und Bebauung. Sie ist eine gute Portabelantenne für Fieldday, Urlaub, SOTA und anderen Funk draußen. Einziger Nachteil: Sie geht nur auf einem Band.  Mehr >>

 

Geländeprofile

Wellenausbreitung ist eine Wissenschaft für sich. Vor allem bei den superkurzen Wellen. Wer planen will muss sich auskennen mit Streckendämpfung, Fresnelzone und vor allem muss er das Geländeprofil kennen. Wenn man bei der interaktiven Karte zu zwei Punkten die Verbindungslinie zieht, kann man das entsprechende Höhenprofil erzeugen. Dazu muss mal dann auf das Geländesymbol klicken unten rechts. Damit lässt sich schnell abschätzen, ob Funkverbindungen auf VHF oder UHF überhaupt möglich sind. Klar, man kann damit auch seine Rad- oder Wandertour vorbereiten, doch die Funkamateure planen damit z.B. HAMNET-Stecken. Da gibt noch viel zu tun in Nordhessen.  https://www.arcgis.com/apps/Profile/index.html