Toffte, endlich ma widda AFU-Flohmarkt in Dortmund

Nach zweijähriger Corona Pause fand am Samstag endlich wieder der Dortmunder Amateurfunkflohmarkt statt. Der Markt hat eine lange Geschichte. Er wurde 1971 zum ersten mal organisiert, war der erste seiner Art und lange Zeit einmalig. Von einem Kneipensaal, über Räume der Union Brauerrei, ist er  bis zur Dortmunder Westfalenhalle hoch gearbeitet, wo er jetzt in einer der Messehallen dort stattfindet. Ich bin mit wenigen Aussetzern von Anfang an dabei gewesen. Das erste mal mit 15 Jahren als staunender Newcomer. Später dann fast immer mit einen eigenem Tisch dort.

Diesen Stand hätte ich auf dem Dortmunder Afu-Flohmarkt  jetzt nicht erwartet. Die 4ma Hilberling zeigt Flagge und Einblicke.

Das steht irgendwie im Gegensatz zu "meinem" Flohmarkt-Gefühl:

Das entstand für mich als Jungspund mit wenig Geld. Damals waren die gelben Seiten in Klubmagazin für mich das Interessanteste am ganzen Heft. So war der erste Funker Flohmarkt die Sache überhaupt. Für mich als Ruhrpottler auch noch direkt vor der Haustür.
Später habe ich viel gebastelt und auch dafür ist Dortmund eine gute Plattform. Jetzt gibt es viele andere Amateurfunkflohmärkte. Auch das Internet bietet viele Möglichkeiten zum Kaufen und Verkaufen, aber es ist und bleibt immer spannend in Dortmund. Neben den vielen Dingen, die angeboten werden, ist auch immer wieder der persönliche Kontakt zu OM und XYL eine schöne Sache.

 

Mein Standnachbar hat dieses nicht uninteressante Angebot auf dem Tisch. Auch hier aber ein Preisrahmen, der nicht zu meinen "Flohmarkt" passt.

Rahmen und Inhalte des Marktes verändern sich, aber die Veranstaltung als solche ist eigentlich die Gleiche wie vor 50 Jahren. Die ersten Märkte waren teilweise eng und stickig. Ein paar Märkte fanden in niedrigen Kellerräumen der Messe satt. Jetzt ist es hell und offen. Aussteller bzw. Verkäufer können vor der Öffnung des Marktes mit dem PKW bis vor ihren Tisch fahren. Wer viel dabei hat, auch schon Freitag abends. Es ist von Jahr zu Jahr immer übersichtlicher und professioneller geworden. Für Aussteller und Besucher wird einiges geboten, so dass Dortmund immer wieder ein MUSS in meiner Planung sein wird.

So wie sich die Technik in 50 Jahren verändert hat, haben sich auch die Angebote verändert. Trotzdem sind einige Dinge geblieben: auf dem ersten Flohmarkt habe ich mit glänzenden Augen vor einem Drake 2B Empfänger gestanden. Ich weiß nicht, was er damals kosten sollte, für mich war er unerschwinglich. So einen 2B habe ich fast jedes Jahr dort gesehen. Dieses Jahr gab es ihn, gut erhalten für 190 Euro. Gut verhandelt vielleicht für 150 Euro. Ohne Frage, ein schöner Oldtimer, aber glänzende Auge bekomme ich davon nicht mehr. Alles hat seine Zeit ……

Wie immer, präsentierten auch in diesem Jahr verschiedene Gruppierungen und Vereine in Dortmund. Das Interesse hielt sich aber offensichtlich in Grenzen. Zumindest als ich dort vorbeikam.

Das war Dortmund 2022. Der Tisch für 2023 ist schon bestellt. Außerdem gibt es ja 2023 auch wieder die

Man sieht sich also.