λ/2-Endfed oder λ/4-Groundplane?

Probiere alles und behalte das Beste. Die Vorgehensweise hat sich bewährt bei Funkamateuren. Heute probieren wir das mit Portabel-Antennen. Sie müssen leicht sein und in den Rucksack passen. Sie müssen sich leicht aufbauen lassen und auf mehreren Bändern funktionieren. Unsere bewährte Endfed-Halfwave-Antenne wollen wir heute mit einer λ/4-Groundplane vergleichen.

Mittwoch. Wandertag. Vom Hohen Gras haben wir einen weiten Blick bis ins Sauerland. Ganz schwach erkennen wir den Kahlen Asten. Luftlinie ca. 65 km. Und im Vordergrund: Schwengenberg, Weidelsburg, Falkenstein und Isthaberg. Alte Bekannte.

Die Groundplane ist schnell aufgebaut. Hülse in den Boden, 6-Meter-Mast hinein, Draht befestigen, Radials auslegen, Koax-Kabel, Fertig. Die Idee und die Maße haben wir von den QRP-Guys übernommen: https://qrpguys.com. Strahler 5,18 Meter, vier Bodenradials je 2,54 Meter lang.

Der vertikale Draht ist auf 20 Meter ein λ/4-Strahler. Das geht sofort. Für 30 und 40 Meter schalten wir Verlängerungsspulen hinzu. Die Drahtlängen stimmen und die Induktivitäten auch. Wir brauchen keinen Tuner.

Die Endfed-HW haben wir bereits beschrieben. Der kleine Trafo baumelt ca. 1 Meter über Grund. Drei Bodenradials. Der 20 Meter lange Strahler geht ca. 6 Meter hoch und dann schräg herunter an einen niedrigen Baum. Tuner unbedingt erforderlich.

Klaus ist da (DJ9TQ) und kann uns auf 40 Meter einen Vergleichsrapport geben. Er wohnt in Münster (ca. 150 km Luftlinie). Die Endfed ist haushoch überlegen. Sie ist zwei bis drei S-Stufen lauter. Die Groundplane hat zwei Handicaps: Sie strahlt flacher ab und hat ihre Stärken erst bei größeren Entfernungen. Außerdem mindern die kleinen Spulen den Wirkungsgrad deutlich. - Auf 20 Meter benötigt die Groundplane keine Spulen. Wir messen über das RBN-Netzwerk. Beide Antennen sind etwa gleich auf. Bei Rapporten aus USA und Canada hat die Groundplane ihre flach strahlende Nase leicht vorn.

Bernd (DK1DU) im QSO mit Klaus (DJ9TQ)