QRP - Privileg zum Verzicht

Der Amateurfunk steht kurz vor dem Ende. Die Bänder werden immer stärker beschnitten, Auflagen immer höher, und der Grund-Störpegel hat die S-9-Marke überschritten. Es melden sich keine Funkpartner mehr. Der Funkamateur vereinsamt in seinem Shack. - Das haben wir neulich so gehört. Von einem mit  Kilowatt-PA und drei Antennen pro Band.

Die rettende Idee: Das Privileg des Verzichts. Wir brauchen nicht mehrere hundert gekaufte Watt an einer selbst bezahlten Groundplane für ein Five-Nine-QSO. Ein paar Halbleiter an einem Stück Draht reichen uns für spannende Verbindungen.

QRP. Maximal 5 Watt. Mit dieser kleinen Sendeleistung gelingen uns Funkverbindungen über unglaubliche Entfernungen.

QRP-Geräte sind in der Regel klein und transportabel. Wir haben alles im Rucksack und ziehen los. Im Wald ist viel Platz für Antennen und Experimente. Außerdem sind die Störgeräusche viel geringer. Hier können wir leise Signale hören, die daheim im Störnebel der Hauselektronik verschwinden.

Technik verstehen. Selbst bauen. Das ist heute einfacher denn je. Bausätze und Bauanleitungen gibt es für wenig Geld. QRP-Geräte können extrem einfach sein.

Sie können aber auch technisch so hochwertig sein, dass sie teuren käuflichen Geräten in jeder Hinsicht ebenbürtig oder sogar überlegen sind.

Dass ein QRP-Sender mit kleiner Ausgangsleistung viel weniger Energie verbraucht, dürfte klar sein. Klein, leicht, einfach im Aufbau, batteriebetrieben. Alles Dinge, die nur QRP kann.

Mors mal wieder! Bei simpler Technik und kleiner Leistung ist Morsen Pflichtfach. Klar, andere digitale Betriebsarten sind auch ok für QRP. Aber sie benötigen in der Regel einen angeschlossenen Computer. Morsen geht ohne.

Fabio (IZ3AYQ) hat zum Thema QRP ein kleines Büchlein zusammengestellt.
Lesenswert:  https://drive.google.com