Kontaktverbot

Isoliert sind bei den Funkamateuren die Antennen-Enden. Zwischen Dipol und Abspannung ist absolutes Kontaktverbot. Ohne Ausnahmen. Doch die Funker selbst bleiben untereinander in enger Verbindung. 

Unser Hobby ist Kommunikation und die Technik dazu. Neben Smartphone und PC haben wir mindestens zwei Funkgeräte mit unterschiedlichen technischen Eigenschaften. Darüber halten wir Kontakt. Wir tippen, sprechen und morsen miteinander. Niemand bleibt allein, keiner ist isoliert.

Jetzt, wo die Zeit langsamer läuft, ist mal Gelegenheit am Telegrafie-Handicap zu arbeiten. Hatten wir das nicht schon lange mal vor? Kam immer was dazwischen. Wie war das noch mit dem inneren Schweinehund?

Wir gehen kleine Reparaturen an; Wackelkontakte, die uns schon lange ärgern, Zeug, das wir schon immer mal wieder in Ordnung bringen wollten, Übersicht herstellen auf dem Funktisch, die Verkabelung mal überarbeiten, den Gerätepark reduzieren, mal die Ecken sauber machen.  

Wir gucken mal in Schränke und Regale. Brauchen wir das alles wirklich noch? Was haben wir lange nicht angefasst? Verkaufen, verschenken, verschrotten. In der Reihenfolge. Was uns glücklich macht, darf bleiben.

Beim Aufräumen finden wir angefangene (und vergessene) Projekte.
Platz schafft neue Ideen. Nun könnte Angefangenes fertig gedacht und gebaut werden.

Wir bereiten uns vor auf eine Zeit, zu der wir uns wieder treffen, gemeinsam wandern, funken und basteln können. Wir freuen uns auf gemeinsame Unternehmungen, auf Fuchsjagd, Funkspiel und -spaß, Fieldday und SOTA-Touren, Feste und Feiern.

Bis dahin aber ist niemand isoliert. Wir bleiben in Kontakt!